Samstag, 4. August 2012

Dear Death,

Oh du zuckersüßer lieber Tod, stehst vor mir und fragst mich ‚Warum tust du es jetzt nicht einfach?‘ . Alleine zu Hause, die ganze Nacht. Genug Zeit, um Abschiedsbriefe zu schreiben und zu springen. Den Kopf in die Hände vergraben, Tränen fließen lassen. Laut sage ich selbst zu mir ‚Du machst das jetzt nicht‘. Fast hätte ich es getan. Der Todeswunsch und der Kick waren da. Einerseits bereue ich es, diese Möglichkeit nicht ausgenutzt zu haben. Andererseits bin ich froh, dass ich es nicht getan habe, da ich sonst das Versprechen gebrochen hätte. Zwischenzeitlich wollte ich schon die Psychiatrie anrufen, da ich zu diesem Zeitpunkt wirklich nicht für mein Leben garantieren konnte. Warum ich es nicht getan habe? Ganz einfach, ich lasse mein Schicksal selbst entscheiden. Ich brauche niemanden, der auf mich aufpasst, damit ich mir nichts antue. Eingesperrt werden kommt für mich nicht in Frage! Dann bin ich eben bald tot, aber das interessiert doch sowieso niemanden. Lebe und du wirst verletzt und gehasst, Sterbe und du wirst geliebt und vermisst. Die Klinge ist seit 3 Tagen wieder mein ständiger Begleiter. Meine Wunden innerhalb dieser Zeit kann ich nicht mehr zählen. Mein Selbsthass zwingt mich dazu. Das traurige ist, dass es momentan nichts bringt. Es schädigt mir zu wenig! Ich will mehr. Ich brauche mehr. Ich kann nicht mehr.

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