Donnerstag, 2. Februar 2012

Lost

Weinend breche ich zusammen und möchte nur noch sterben. So viel Unglück kann man doch nicht haben. Ich bin am Ende meiner Kräfte und verliere noch den Boden unter meinen Füßen. Ich hasse mich und mein Leben so sehr. Am liebsten möchte ich mich umbringen, kann aber nicht, da ich auf das Leben meines kleinen Bruders geschwört habe es nicht zu tun. Meine Klasse mobbt mich wie sonst was und ich weiß immer noch nicht ob ich die Klasse wechseln darf. Mir geht es so mies, dass ich keine Kraft mehr habe in meinen Blog zu schreiben, geschweige denn in die Schule zu gehen. Tut mir wirklich leid das ich euch so vernachlässige!
Ich gehe bald in betreutes Wohnen weil zu Hause alles scheiße ist und ich hier nicht gesund werden kann. Klar liebe ich meine Familie, aber sie versteht mich nicht also gehe ich freiwillig weg.
Heute kam dann noch mal der größte Schicksalsschlag. Meine Psychologin zieht in eine andere Stadt und ich bleibe krank zurück. Ende März wird es soweit sein. Ich will zu meiner alten Schulpsychologin gehen, doch alle sind dagegen und versuchen mich zu beeinflussen. Bald haben sie es geschafft! Wirklich! Mein Hausarzt, meine Psychaterin, meine Psychologin und meine Mom wollen alle das ich zu diesem Ersatz-Psychologin gehe. Hört mir wer zu? Ich will das nicht!
Meine alte Schulpsychologin ist übrigens enttäuscht von mir. Ich habe sie heute gesehen und sofort ein schlechtes Gewissen gehabt weil ich mich bisher noch nicht für ihre Hilfe bedankt habe. Ich bin so ein Miststück! Habe es scheiß vergessen! Fuck! Eine SMS sollte das klären, naja ihre Antwort war eben das mit dem enttäuscht sein. Nun habe ich geschrieben ob ich sie mal besuchen darf um mich persönlich zu bedanken und zu entschuldigen. Mal sehen was daraus wird. Ich hoffe sie verzeiht mir und nimmt mich noch als Patientin. Am sonsten sitzt meine Psyche alleine im Regen auf der Straße und erfriert und ich gleich mit! Normalerweise würde ich mich umbringen, ohne Spaß! Jetzt ist es soweit sich zu verabscheiden. Wäre da nicht diese blöde Versprechung von mir und hätte ich bloß nicht auf meinen kleinen süßen Bruder geschwört. Jetzt muss ich wohl weiter leiden. ICH HASSE MICH SO SEHR!!!! Scheiß Leben! Das Leben ist ein Hurensohn! Ich hasse die ganze Welt verdammt noch mal!!! Wieso muss ich so viel Unglück haben? WIESO? Wenn mich wer umbringen möchte dann schreib mir, ich habe wirklich nichts dagegen, nein ich würde dich sogar noch anfeueren! Mein Leben ist nichts mehr wert! Ja und gleich breche ich wieder weinend zusammen. Essen kanne ich auch nichts mehr, sondern habe schon einige kg abgenommen durch mein scheiß Leben. Meine Italienischlehrerin versucht mir zu helfen, aber ich glaube ihr ist das alles zu viel. Kann ich verstehen, meine Psyche ist verdammt kaputt!




5 Kommentare:

  1. Halt durch, vielleicht kommt doch noch jmand oder etwas der über deine Seele einen Regenschirm hält.

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  2. Dein Header, also, die Ueberschrift; ist sie von Dir oder von Jemanden zitiert?

    Liebe Grueße,
    Hannah.

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  3. dein blog ist so schön :)
    du schaffst das. ich gehe auch bald in betreutes wohnen oder in ein heim. ich komme zuhause auch nicht mehr klar. ich komme mit meiner psychiaterin überhaupt nicht zurecht. nach ihr bin ich eine absolute versagerin und ich habe nicht mal das gefühl das sie mir wirklich helfen will. sie redet nur die ganze zeit darüber welche grenzen ich andauernd überschreite und wie schlecht ich doch bin. ich weiß nicht was mir das bringen soll...

    aber das wird irgendwann wieder werden.
    hoffentlich. für uns alle.

    xoxo

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  4. das ist wirklich mies...aber gib der ersatz-psychologin eine chance. schlimmer kann es doch nicht werden ♥

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  5. Essstörungen - ein Krieg

    Ich sehe es genau vor mir, ein Urwald, dichte Bäume, drückende Hitze, in der Mitte ein Zeltlager, die Stoffe sind ockerfarben, beige und schmutzig, vielleicht waren sie einmal weiß, in der Mitte steht eine Feuerstelle, grauer Rauch dampft nach oben, Menschen sitzen um das Feuer verteilt auf Baumstämmen, manche sitzen beisammen und erzählen, eine sitzt auf einem Baumstamm und schreibt mit einem Bleistift, den sie ab und an mit einem Messer anspitzt, auf die leicht vergilbten und durch die Luftfeuchtigkeit verzogenen Seiten eines robusten Notizbuches, weiter hinten ist Jemand dabei, Holz zu hacken - eine anstrengende, aber befriedigende Arbeit, weil sie nützlich ist. Es ist eine gefährliche Gegend, dennoch sind überall kleine, wunderschöne Details, die zum träumen einladen - Wasserfälle, Seen, deren Wasser so klar ist, dass man den Grund sehen kann, wundersame Tiere. Die Menschen, die hier leben sind Träumer, aber dennoch handfest.
    Herzliche Grüße, die Menschen, die sich in einem Krieg mit sich selbst befinden.

    Taistelu-Onnesta.de

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